Foto: Dirk Päffgen

Charly Stock: »Sehr stolz darauf wie sich alles entwickelt hat«

In diesem Jahr feiert Borussia Mönchengladbachs Traditionsmannschaft, die Weisweiler Elf, ihr 25-Jähriges Bestehen. Mitbegründer ist Charly Stock, Borussias ehemaliger Masseur. Wir haben uns mit dem heute 80-Jährigen unter anderem über die Entstehung der Weisweiler Elf, seine Zeit bei Borussia, seinen Freund Jupp Heynckes und die vielen Sammlerstücke unterhalten.

Das nachfolgende Interview führte Andreas Plum vom Online-Magazin Fohlen-Hautnah.de

Fohlen-Hautnah: Herr Stock. Kürzlich haben sie ihren 80. Geburtstag gefeiert. Sie haben gesagt, dass sie dieser Zahl 80 wenig Bedeutung schenken...

Charly Stock: Ich kann mit der Zahl generell nichts anfangen. Ob ich nun 79, 80 oder 81 Jahre alt werde – Das ist für mich ohne Bedeutung. Ich habe darauf weder hingelebt, noch hingezielt. Es ist mir ehrlich gesagt wurscht, wie alt ich werde. Meine Mutter war da anders gestrickt. Sie ist 90 Jahre alt geworden. Also von den Genen aus könnte es passen.

Fohlen-Hautnah: Apropos Zahlen und Alter. Die Weisweiler Elf feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Diese Zahl bedeutet ihnen aber sicherlich etwas...

Charly Stock: Natürlich. Zum Einen, dass diese 25 Jahre zusammengekommen sind, sich addiert haben und in Zukunft hoffentlich noch weiter addieren. Zum Anderen bedeutet mir diese Zahl etwas, weil es 25 Jahre lang reibungslos und absolut gut funktioniert hat. Dank meiner Führung sicherlich nicht, aber meiner Mit-Führung hat es sich so gestaltet.

Fohlen-Hautnah: Wie kam es 1991 dazu zu sagen, wir bilden jetzt eine Traditionself und die nennen wir Weisweiler Elf?

Charly Stock: Wie es ganz genau dazu gekommen ist, weiß ich gar nicht mehr. Wir haben 1991 die Traditionsmannschaft gegründet. Es war der 18. Juli 1991. Dann haben wir in einem Gespräch unter der Leitung von Hans Davids, Herbert Laumen, Rudi Pöggeler und ich überlegt, wie wir diese Mannschaft nennen. Traditionsmannschaft klang uns zu trocken. Wir haben lange nach einem Namen gesucht. Irgendwann kam ich auf die Idee, diese Elf nach unserem alten Trainer Hennes Weisweiler zu benennen. Da brauchten wir natürlich das Einverständnis seiner Witwe. Ich hatte immer eine Verbindung zu seiner Frau und habe sie dann angerufen. Sie war sofort hoch erfreut, dass der Name Weisweiler in der Öffentlichkeit erscheinen könnte. Damals haben wir dann mit Rolf Rüssmann einen Abgrenzungsvertrag gemacht, was bedeutete, dass wir unabhängig von Borussia bleiben wollten. Mein Freund Jupp Heynckes hatte zu mir gesagt, wenn es irgendwo klemmt, soll ich mich an ihn wenden. Dann habe ich ihn noch zum Ehrentrainer gemacht. Er hat uns dann mit Adidas ausgerüstet. So kam es also, dass wir in Adidas aufliefen. Später kam es dann, dass der Verein um Geschäftsführer Stephan Schippers gesagt hat, dass wir doch auch in den Trikots des Ausrüsters spielen können, den aktuell die Profis besitzen. Das haben wir gemacht und hatten zunächst Trikots ohne den Querbalken. Dann kam aber die Postbank und sagte, wenn schon denn schon. Dann haben wir aber auch gesagt, dann müsst ihr euch Finanziell aber ein bisschen was einfallen lassen. Seit dem haben wir die Postbank als Hauptsponsor.

Fohlen-Hautnah: Sie legen großen Wert darauf, dass der Name Weisweiler Elf ohne Bindestrich geschrieben wird. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Charly Stock: Dieser Bindestrich ist ja im Grunde genommen kein Bindestrich, sondern ein Trennungsstrich. Heute wird das in der Computersprache immer als Minus bezeichnet. Und Minus wollte ich nicht. Deswegen habe ich immer gesagt, es kommt kein Bindestrich dazwischen, sondern ein Leerzeichen.

Fohlen-Hautnah: Hätten Sie bei der Gründung gedacht bzw. erwartet, dass die Weisweiler Elf heute eine so große Beliebtheit hat?

Charly Stock: Erwartet habe ich das nicht. So etwas kann man nicht direkt erwarten. Was wir wohl getan haben und worauf ich immer geachtet habe ist, dass wir als Traditionsmannschaft eine saubere Arbeit abliefern. Es darf nie irgendjemand enttäuscht sein. Im Laufe der Jahre hat es sich entwickelt und es wurde immer mehr. Und zwar so, dass man es kaum noch geregelt bekommt. Seit dem Jahr 2000 haben wir jetzt deine UG mit vier Gesellschaftern und drei Geschäftsführern. Ich hätte mir nie vorstellen können wie sich das entwickelt hat. Aber es ist alles sehr beständig erarbeitet worden. Und die guten Namen der Spieler haben natürlich auch zu diesem Erfolg beigetragen.

Es ist insgesamt eine Verbindung entstanden, auf die ich insofern sehr stolz bin, weil ich die ganze Truppe mit ins Leben gerufen habe. Das soll auch möglichst lange so bleiben. Ich habe es ja bereits gesagt: Wir haben keinen Streit oder Differenzen mit Borussia.

Fohlen-Hautnah: Kann man also sagen, dass die Weisweiler Elf in Bezug auf Traditionsmannschaften ein Vorbild ist?

Charly Stock: Die Traditionsmannschaft ist deutschlandweit sicher ein Vorbild. Wir sind die einzige Mannschaft, die einen Eigennamen trägt. Deshalb haben wir auch als Schirmherrn Berti Vogts. Denn wenn der Name in irgendeiner Art beschädigt werden sollte, muss der Name sofort zurückgegeben werden. Das ist eine Auflage von mir gewesen. Und ich habe diese auch schon mal durchführen müssen. Dann haben wir aber von Frau Weisweiler die Genehmigung bekommen, den Namen Weisweiler Elf patentieren zu lassen. Das haben wir dann auch beim Patentamt mit Notar etc. getan. Insofern dürfte eigentlich nichts passieren. Ich bin so ein bisschen der Herbergsvater dahinter.

Fohlen-Hautnah: Schauen wir abschließend mal in die Zukunft. Was wünschen Sie sich für die nächsten Jahre der Weisweiler Elf?

Charly Stock: Ich möchte, dass es so problemlos weitergeht wie bisher. Mit unseren drei Geschäftsführern soll die Sympathie dieser Elf erhalten bleiben und weitergehen. Aber da habe ich keinerlei Bedenken. Wie lange ich noch Luft hole, weiß ich nicht und ist mir auch egal. Ich wünsche mir natürlich, dass es nahtlos so gut weitergeht. Ich bin sehr stolz darauf, wie sich alles entwickelt hat.

Charly Stock hat viel erlebt bei und mit der Borussia. Das komplette Interview mit Anekdoten aus seiner aktiven Zeit beim VfL gibt auf Fohlen-Hautnah.de: Stock »Jupp Heynckes hat sich immer auch um die ‚kleinen’ Leute bemüht«

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Weisweiler Elf gewinnt beim AOK Traditionsmasters

Weisweiler Elf gewinnt beim AOK Traditionsmasters in Berlin die Hallenmastersserie 2017

 

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Die Weisweiler Elf holte am vergangenen Wochenende gleich zwei Turniersiege und sicherte sich durch den Sieg beim Budenzauber in Krefeld den Einzug zum AOK-Traditionsmasters in Berlin. Somit reist die Weisweiler Elf also am kommenden Samstag in die Max-Schmeling-Halle in Berlin. Los geht es dort ab 12:00 Uhr. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns in Berlin zahlreich unterstützen würdet.

 

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Die Küche Einrichtungs GmbH neuer Partner der Weisweiler Elf

Unter dem Motto ‚Willkommen beim Heimspiel’ führten Poggenpohl – Das Küchen-Einrichtungshaus und die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach, die Weisweiler Elf, ein gemeinsames Kochevent durch. Anlass war die im kommenden Jahr beginnende Kooperation.

 

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14:3 Sieg gegen FC Wiltz 71

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Torschützen: 4x Gaede, 3x Chiquinho, je 2x Kastenmaier, Criens und Goumai, 1x Paßlack

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4-1 Sieg in Wangen

Die Weisweiler Elf gewinnt nach 7 Std. Busfahrt in Wangen gegen eine gute Mannschaft gespickt mit vielen ehemaligen Oberligaspielern mit 4-1. 

Tore: je 1x Wynhoff, Marx, Kastenmaier und Goumai

Vorher wurden wir noch vom Oberbürgermeister im Rathaus empfangen. 

Vielen Dank an Bruno Sieg für die gute Organisation.

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3:2 Sieg gegen den FC Köln

Die Weisweiler Elf schlägt den 1. FC Köln mit 3-2. Bei glühender Hitze gingen die Geißböcke mit 2-0 in Führung. In der 2. Halbzeit drehte die Weisweiler Elf das Spiel und siegte durch Tore von Chiquinho, Wynhoff und Albertz.

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TSV Söhlde - Weisweiler Elf 2:7

Die Weisweiler Elf gewinnt in Söhlde mit 7-2. Wir taten uns nach dem Spiel gestern gegen die Vatikan-Auswahl sehr schwer. Zusätzlich waren die Platzbedingungen sehr bescheiden. Trotzdem Glückwunsch an den Gegner die aufopferungsvoll gekämpft haben. 

Torschützen: 3x Chiquinho, 2x Zimmermann, je 1x Marx und Criens

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Weisweiler Elf - Vatikan 21:4

Die Tore für die Weisweiler Elf schossen: 5x van Lent, 4x Neuville, 3x Marx und Wynhoff, 2x Pflipsen und Kastenmaier, 1x Hagner, Goumai

Ein schönes und faires Fußballspiel und vor allem viele schöne Tore bekamen die Zuschauer am heutigen Freitagabend beim Freundschaftsspiel der Weisweiler Elf gegen eine Auswahl des Vatikans auf dem Fohlenplatz zu sehen.

Bericht bei Borussia.de

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